Ria Kurumi, geboren am 1. November 1996 in der Präfektur Tokio, wuchs in einer eher konservativen Familie auf. Schon als Teenager zeigte sie großes Interesse an Mode und Fotografie. Nach dem Abschluss der Oberschule arbeitete sie zunächst in einem kleinen Café in Shinjuku, wo sie erste Kontakte zur Unterhaltungsbranche knüpfte. Ein befreundeter Fotograf machte sie auf die Möglichkeit einer Karriere im Erwachsenenfilm aufmerksam. 2015, im Alter von 18 Jahren, gab sie ihr Debüt bei einem bekannten japanischen Studio. Ihr erster Auftritt war von Nervosität geprägt, doch die positive Resonanz auf ihre natürliche Ausstrahlung bestärkte sie, diesen Weg weiterzugehen.
Bereits nach wenigen Monaten entwickelte sich Ria Kurumi zu einem gefragten Model. Ihre Fähigkeit, sowohl süße als auch sinnliche Rollen glaubwürdig zu verkörpern, hob sie von vielen Kolleginnen ab. 2017 erhielt sie eine Einladung zu den renommierten AVN Awards in Las Vegas, wo sie als „Best New Starlet“ nominiert wurde. Der Auftritt auf dem roten Teppich öffnete ihr die Türen zum internationalen Markt. In den folgenden Jahren drehte sie Szenen für Produktionsfirmen in den USA und Europa. Besonders ihre Zusammenarbeit mit europäischen Regisseuren schätzte sie wegen der kreativen Freiheit und der professionellen Arbeitsatmosphäre.
Ab 2020 entschied sich Ria Kurumi bewusst dafür, seltener, aber dafür intensiver zu arbeiten. Sie gründete eine eigene kleine Produktionsfirma und begann, selbst Regie zu führen. In einem Interview äußerte sie, dass sie die Kontrolle über ihre Inhalte und ihr Image behalten wolle. Ihr erster selbstproduzierter Film wurde auf einem Festival für unabhängige Erwachsenenfilme gezeigt und erhielt positive Kritiken. Neben der Kameraarbeit entdeckte sie auch ihre Leidenschaft für das Schreiben von Drehbüchern. Ein Teil ihrer Werke basiert auf persönlichen Erlebnissen und Begegnungen in der Branche.
In ihrer Freizeit widmet sich Ria Kurumi intensiv der japanischen Kalligrafie, die sie seit ihrer Kindheit praktiziert. Sie besitzt eine offizielle Lehrbefugnis für Shodō und gibt gelegentlich Workshops in Tokio. Reisen sind ein weiterer wichtiger Bestandteil ihres Lebens: Sie bereiste bereits über 20 Länder, meist mit dem Rucksack und ohne feste Route. In sozialen Medien teilt sie selten Details zu Beziehungen, betont aber, dass sie eine enge Bindung zu ihrer Familie pflegt. Ihre Mutter unterstützte sie von Anfang an, obwohl die Arbeit in der Erotikbranche in Japan immer noch als Tabu gilt.
Die persönlichen Höhen und Tiefen – wie der Verlust einer engen Freundin durch einen Unfall im Jahr 2022 – flossen direkt in ihre späteren Drehbücher ein. Sie sagte einmal, dass jede Szene für sie eine Möglichkeit sei, echte Emotionen zu zeigen und nicht nur zu spielen. Diese Authentizität wird von Kritikern häufig hervorgehoben. Parallel dazu engagiert sie sich ehrenamtlich in einer Organisation, die sich für sexuelle Aufklärung junger Menschen einsetzt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit dem eigenen Körper und den eigenen Grenzen ist. Ihre Vorträge in Schulen und Jugendeinrichtungen werden meist anonym gehalten, um das Rampenlicht zu vermeiden.
Seit 2024 arbeitet Ria Kurumi verstärkt an einer Dokumentation über das Leben von Erotikdarstellern in Japan. Das Projekt ist komplett unabhängig finanziert und soll zeigen, wie die Gesellschaft die Branche oft missversteht. Sie selbst interviewt ehemalige Kolleginnen und Kollegen, aber auch Kunden und Kritiker. Ihr Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die Menschen hinter den Rollen sichtbar zu machen. Parallel dazu überlegt sie, ein Buch zu veröffentlichen, das ihre persönlichen Reiseerlebnisse mit Reflexionen über Identität und Selbstbestimmung verbindet. Trotz ihrer Erfolge bleibt sie bodenständig und betont, dass sie nie vergessen werde, woher sie kommt – ein junges Mädchen aus Tokio, das einfach nur ihre Träume verwirklichen wollte.